wirtschaftsblatt.at – Deadline für Globe Invest

Mitte Februar wird am Landesgericht Wels über die Konkurseröffnung entschieden. Das Gericht hat Globe-Chef Wolschlager aufgefordert, ein Vermögensverzeichnis vorzulegen.

Die Tage der maroden Globe Invest AG, in deren Genuss-rechte rund 5000 Anleger etwa 38 Millionen € gepumpt haben, sind gezählt. Mitte Februar muss Globe Invest-Chef  Bernhard Wolschlager beim Landesgericht Wels antanzen und in der Einvernahme-Tagsatzung des Konkurseröffnungsverfahrens ein „ausgefülltes Vermögensverzeichnis“ vorlegen (siehe Auszug oben). Wie berichtet, hat Wolschlager noch Mitte Dezember 2008 seinen Anlegern einen Ausgleichantrag bis spätestens Ende Jänner angekündigt, mal war von einer 40-Prozent-Quote, mal von 50 Prozent oder sogar von 100 Prozent in vier Jahren die Rede. Ein Ausgleichsantrag, der den Konkursantrag ausgestochen hätte, steht nicht mehr zur Debatte. „Der Konkurs der Globe Invest ist kaum abwendbar. Die Lage hat sich leider weiter verschlechtert und es ist in dieser Zeit auch sehr schwierig, Grundstücke zu verkaufen“, heißt es auf der Globe-Homepage. „Unser Plan, einen Sonderausgleich mit einer höheren Quote anzubieten, ist leider gescheitert. Nach Konkurseröffnung wird ein Zwangsausgleich beantragt.“ Die gesetzliche Mindestquote für die Gläubiger beträgt dabei bloß 20 Prozent.

Weitere Strafanzeigen Beim Grazer Anwalt Christian Horwath, der mit dem Konkursantrag gegen die Globe In-vest und mit einer Strafanzeige gegen den Globe-Chef den Stein ins Rollen gebracht hat, haben sich weitere Anleger gemeldet. „Es werden weitere Anzeigen folgen“, kündigt Horwath im Gespräch mit dem WirtschaftsBlatt an. Bei der Staatsanwaltschaft Wien ist unter der Aktenzahl 18 St 7/09s ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des schweren Betruges gegen Wolschlager anhängig. Ein bei der Staatsanwaltschaft Korneuburg anhängiges Verfahren (Akten-zahl4 St 253/08a) wurde an die Wiener Anklagebehörde übergeben. Wolschlager konnte für eine Stellungnahme nicht er-reicht werden. In einer früheren Stellungnahme hat er den Betrugsverdacht „hundert-prozentig zurückgewiesen“.

2018-02-19T09:42:07+00:00