kleinezeitung.at – Gestank führt zu Klage

Die Lienzer Interessengemeinschaft “Anrainer kontra Mischfutterwerk” hat Grazer Anwalt mit dem Ziel einer Betriebsschließung eingeschaltet.

Es reicht!” Mit diesem Satz wandte sich Sandra Grissmann, Mitglied der “Interessengemeinschaft kontra Mischfutterwerk” in Lienz, an den Grazer Anwalt Christian Horwath und hofft, endlich ein Ende ihres jahrelangen Leidensweges als Anrainerin der Produktionsstätte von Futtermitteln zu finden. Wie die Kleine Zeitung exklusiv berichtete, setzt das Mischfutterwerk der Raiffeisengenossenschaft Osttirol (RGO) Substanzen frei, die zu Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, Augenbrennen und schlaflosen Nächten bei den Menschen im Umfeld der Anlage führen. Horwath hat einen Antrag an die Bezirkshauptmannschaft Lienz gestellt, die einen gerichtlich beeideten Gutachter beauftragt, der die Sachlage untersucht. Schwellenwerte prüfen “Dieser soll die Geruchsschwellenkonzentration bei unterschiedlichen Wetterlagen feststellen und eine Geruchsbewertung vornehmen”, so Horwath. Dabei soll insbesondere im Umkreis von 500 Metern des Mischfutterwerkes unter anderem das Vorliegen von Staub, Stickoxiden, Kohlenmonoxiden, Lösemitteldämpfe, Benzolen, Blei und Kadmium untersucht werden.

Horwath: “Liegt das Gutachten vor, sollen behördliche Auflagen erteilt werden, die bis zur Betriebsschließung führen könnten.” Weiters bereitet der Anwalt eine zivilrechtliche Klage auf Unterlassung des vorherrschenden Gestankes gegen die RGO vor. RGO-Obmann Franz Ganeider erklärte, dass man “intensiv an technischen Verbesserungen arbeite und viel Geld dafür in die Hand nehmen will”. Man wolle endlich Ruhe mit den Nachbarn.

Günther Hatz 

2018-02-14T16:57:35+00:00