wirtschaftsblatt.at – Globe Invest ist bankrott

Die Globe Invest AG um den oberösterreichischen Finanzzampano Bernhard Wolschlager ist pleite und hat laut eigenen Angaben 34 Millionen Schulden. Die 5000 Globe-Anleger können nun auf Aufklärung durch Masseverwalter und Gericht hoffen.

Wien/Sattledt. Die Anleger der Genussrechte-Emittentin Globe Invest AG können jetzt darauf bauen, dass die Geschäfte durchleuchtet werden. Obwohl die Finanzfirma um Bernhard Wolschlager noch Mitte Februar 2009 Anlegerforderungen nicht als Konkursforderungen anerkannt hat, kam es nun offenbar zu ­einem Sinneswandel. Am Freitag langte beim Handelsgericht Wien ein Konkursantrag der Globe Invest ein.

Laut AKV und KSV1870 wurde  noch am selben Tag der Konkurs eröffnet. „Aufgrund der Finanzkrise ist unser Unternehmen Ende vergangenen Jahres in Schieflage geraten“, heißt es in dem Eigenantrag lapidar. „Veranlagungen an den Börsen sind zusammengebrochen und Gespräche mit ausländischen Großinvestoren sind nun gescheitert.“

Laut Globe-Angaben betragen die  Schulden 34 Millionen €. Eine Kreditorenliste will Globe dem Gericht in Kürze vor­legen.

Die AG ist Alleingesellschafter der Grund & Immo GmbH, der Primus Beteiligungs GmbH sowie der Grund & Immo Beteiligungs GmbH. Letztere hält Anteile an zwei rumänischen Gesellschaften.
„Das Hauptvermögen unserer Gesellschaft ist die teils indirekte 50-Prozent-Beteili­gung an einer rumänischen Gesellschaft, die 60 Hektar Grund am Rand einer 180.000-Einwohner-Stadt besitzt.“

Den Fall Globe Invest ins Rollen gebracht hat der Grazer Anwalt Christian Horwath. Er hat neben einem Konkursantrag auch eine Strafanzeige wegen Betruges erstattet.

Denn Globe hat kurz vor Weihnachten 2008 die Auszahlungen an die Anleger eingestellt. Ein Strafverfahren ist anhängig. Globe-Chef Wolschlager hat in früheren Stellungnahmen gegenüber dem WirtschaftsBlatt die Vo

2018-02-19T09:42:39+00:00