kleinezeitung.at – Ein Osttiroler kämpft auf ATV für das Recht

Der Osttiroler Christian Horwath steht für die ATV-Sendung “Mein Recht! Ich geb nicht auf” vor der Kamera und kämpft für seine Klienten.

Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem Nachbarn nicht gefällt. Von Friedrich Schiller vor über 200 Jahren trefflich bemerkt, hat der Satz auch heute noch seine Gültigkeit nicht verloren. “Mein Recht! Ich geb nicht auf” heißt das neue Service-Format des Privatsenders ATV. Darin hilft der Osttiroler Rechtsanwalt Christian Horwath Betroffenen, den Paragraphen-Dschungel zu durchschauen und aufzuklären.

Wenn rücksichtslose Firmen ihre Macht ausspielen, um Einzelne um ihr Recht zu bringen, weiß Horwath Rat. Wenn Nachbarschafts- oder Familienstreitigkeiten das Zusammenleben zur Qual machen, holt er die Parteien an einen Tisch, um eventuell eine außergerichtliche Einigung zu erzielen. Der Osttiroler stellt auch klar, wenn ein Betroffener im Unrecht ist und nicht weiter prozessieren sollte, da wenig Aussicht auf ein für ihn positives Urteil besteht.

Nicht immer ein Happy End

Horwath liebt die Herausforderung bei kniffligen Fällen, vor allem wenn der kleine Bürger gegen große Unternehmen kämpfen muss. In der Sendung werden die Zuseher sechs reale Fälle erleben, die Kameras sind stets dabei, wenn Horwath recherchiert und für seine Klienten kämpft. “Die Fälle sind auch nicht nachgestellt, sondern alles live mitgefilmt, was die Sache natürlich spannend macht, da man nie weiß, wie sich der Fall entwickelt. Es gibt aber nicht immer ein Happy End”, verrät der gebürtige Lienzer. Es werden Fälle quer durch alle Rechtsgebiete präsentiert, “teils lustige, aber auch nachdenklich machende”. Horwath: “Die Sendung ist deswegen so interessant, weil es nicht nur Unterhaltung gibt, sondern auch wertvolle Informationen.”

Rund 50 Bewerber

Von einer bekannten Journalistin wurde der erfolgreiche Osttiroler Anwalt ATV empfohlen und setzte sich gegen rund 50 andere Anwälte durch. “Nach einem Auswahlverfahren kam ATV auf mich zu und fragte, ob ich Interesse an dem neuen Format hätte. Ich habe natürlich sofort zugesagt”, sagt Horwath, der ja bekanntlich die Herausforderung liebt. Schon viele aussichtslose Fälle hat er vertreten, “aber es hat sich immer gelohnt, dafür zu kämpfen”. Warum Horwath die Karriere als Rechtsanwalt eingeschlagen hat, liegt auf der Hand: “Dieser Beruf war quasi vom Elternhaus vorgegeben. Da ich zwei linke Hände hatte und im Alter von vier Jahren den ersten Vertrag verfasste, sagten meine Eltern, dass ich Anwalt werde. Von da an gab es keine Diskussionen mehr und ich bin auch froh, dass mich meine Eltern so unterstützt haben, auch um das Studium zu finanzieren.”

Von Dreharbeiten aufs Motorrad

Die erste Sendung “Mein Recht! Ich geb nicht auf” wird am Montag, den 28. April, um 21.20 Uhr zum ersten Mal auf ATV über die Bildschirme flimmern. Die anderen fünf werden ebenfalls montags um dieselbe Zeit ausgestrahlt. Der Rechtsanwalt Christian Horwath, der für ATV vor der Kamera steht, wurde in Lienz geboren und ist nach der Matura nach Graz gezogen, um dort Jus zu studieren. Seit über zwölf Jahren ist er nun in der Anwaltei tätig, seit 2006 als eingetragener Rechtsanwalt. “Ich habe zwar spezielle Tätigkeitsfelder, liebe aber alle Fälle, die eine Herausforderung darstellen”, sagt Horwath.

Zum Büroalltag hat er einen sehr actionreichen Ausgleich gefunden – nämlich das Motorradfahren. “Da ich gerne in abgelegene Gegenden nach Afrika reiste, bin ich durch Zufall auf das Rallyefahren gekommen”, sagt Horwath. Er hat schon mehrere Stockerlplätze eingefahren. Der schönste Erfolg war für ihn der dritte Platz beim letzten Afrika Race nach Dakar. Horwath: “Es war die härteste Rallye für mich und die 6500 Kilometer von Frankreich nach Dakar wollten nicht enden und verletzt hatte ich mich auch.”

2018-02-19T11:56:51+00:00