grazer.at – Grazer Student wegen 1,90 EUR vor Gericht

SKURRIL. Holding geht gegen einen „Schwarzfahrer-Studenten“, der ein gültiges SMS-Ticket vorlegen kann, vor Gericht.

Zu einem außergewöhnlich skurrilen Rechtsstreit entwickelte sich eine an sich routinemäßige Fahrscheinkontrolle Ende Mai 2012. Der Student Lukas Annerer konnte keinen Fahrschein vorlegen. Da er aber – wie er behauptet – ein SMS-Ticket gekauft hat, aber keine Bestätigung erhalten hat, bekam er die Möglichkeit, diese nachzureichen. „Das hat mein Mandant dann auch gemacht.

Nur plötzlich wollte man bei der Holding nichts mehr davon wissen. Das nachgereichte Handyticket wurde nicht akzeptiert und die Bezahlung von 81,90 Euro für sein angebliches Schwarzfahren verlangt“, berichtet Anwalt Christian Horwath von der Grazer Kanzlei Greiml & Horwath. „Der Betrag für das Ticket wurde auch nachweislich abgebucht. Es kann doch nicht sein, dass man für einen Computerfehler zahlen muss. So geht das nicht, da muss man sich doch zur Wehr setzen:‘ Bei der Holding will man aber nicht locker lassen. Sprecher Gerald Pichler: „Laut unseren Aufzeichnungen wollte der Fahr-gast kein SMS-Ticket, sondern eine Studienkarte nachreichen, die ihn von der Strafzahlung befreien sollte. Das hat er nicht gemacht, auf unsere folgenden Mahnungen hat er anschließend nicht reagiert und so haben wir die Angelegenheit unserem Anwalt übergeben!‘

tobit.schweighofer@grazer.at

2018-02-19T12:58:48+00:00